Beschwerden bei Blasenentzündung


Home
Ursachen
Beschwerden
Heilen
Vorbeugen

Projekte
Impressum



Die Beschwerden bei einer Blasenentzündung sind meistens sehr typisch, sodass man sie relativ leicht selbst erkennen kann.

Folgende Symptome sind besonders häufig:

  • Ständiger Harndrang
  • Häufiges Wasserlassen
  • Brennen beim Wasserlassen
  • Schmerzhafte Blasenkrämpfe - Schmerzen oberhalb des Schambeins
  • Geringe Harnmenge je Toilettengang
Wenn diese Symptome auftreten, kann sich auf Wunsch zunächst mithilfe von viel Trinken (min. 3-4 Liter pro Tag), Warmhalten und anderen Sofort-Massnahmen selbst behandeln. Doch wenn die Beschwerden innerhalb von zwei bis drei Tagen nicht erheblich besser werden, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Manchmal kommen folgende Symptome hinzu:

  • Blutiger Harn
  • Trüber Harn
  • Stark riechender Harn
  • Erhöhte Temperatur (unter 38°)
Wenn der Harn blutig wird oder nach dem Wasserlassen Blut aus der Harnröhre austritt, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Trüber und stark riechender Harn deutet auf Bakterienbefall hin. Es deutet auch darauf hin, dass man eventuell nicht genug trinkt. Bei ausreichender Trinkmenge kann der Harn nämlich auch trotz Bakterienbefall klar sein.

Die Temperatur kann bei einer Blasenentzündung leicht erhöht sein.

Symptome, die auf Komplikationen hinweisen

Wenn weitere Symptome hinzukommen, kann dies auf Komplikationen hindeuten, beispielsweise auf eine Nierenbecken-Entzündung.

Treten eine oder mehrere der folgenden Beschwerden auf, sollte man sofort einen Arzt aufsuchen. Am Wochenende oder in der Nacht sollte man das nächste Krankenhaus aufsuchen.

  • Fieber (38°C und mehr)
  • Schüttelfrost
  • Schmerzen in den Flanken (Rücken)
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Wiederkehrende Blasenentzündungen

Bei vielen von Blasenentzündung betroffenen Patienten wiederholt sich die Entzündung nach kurzer Zeit.

Viele Betroffene leiden drei Mal im Jahr oder öfter unter Blasenentzündung.

Wenn die Blasenentzündungen immer wieder kommen, können sie das Leben nachhaltig beeinträchtigen.

Daher ist es in diesen Fällen wichtig, herauszufinden, warum es immer wieder zu Blasenentzündungen kommt.

Auch sollte man unbedingt lernen, wie man eine Blasenentzündung schon im Frühstadium daran hindern kann, sich weiter zu entwickeln. (Siehe Selbsthilfe)

Diagnose

Wenn man beim Arzt ist und schildert die typischen Blasenentzündungs-Beschwerden, reicht dem Arzt diese Schilderung meistens schon aus, um eine Diagnose zu stellen. Diese Befragung nennt sich in der Mediziner-Sprache "Anamnese".

Ob darüber hinaus noch weiter untersucht wird, hängt von der Meinung des Arztes ab und ob die Kasse weitere Untersuchungen bezahlt.

Teststreifen-Untersuchung

Eine einfache zusätzliche Untersuchung ist die Untersuchung des Harns mithilfe eines Schnelltest-Streifens. Hierbei wird der Teststreifen in den Mittelstrahl-Urin gehalten. Schon nach kurzer Zeit kann man mehrere Werte ablesen, beispielsweise:
  • Blut
  • Hämoglobin
  • Leukozyten (weisse Blutkörperchen)
  • Proteine
  • Nitrit (Hinweis auf Bakterien)
Teststreifen zur Harnuntersuchung kann man sich übrigens auch in der Apotheke kaufen. Wenn man zu Blasenentzündungen neigt, kann man so selbst den eigenen Urin überprüfen.

Über Schnelltests hinaus kann man den Urin auch in einem Labor untersuchen lassen.

Wenn man genau wissen will, welche Erreger die Blasenentzündung verursacht haben, kann eine Kultur angelegt werden. Bei solche einer Kultur dauert es ein paar Tage, bis das Ergebnis feststeht.

Sobald man genau weiss, welcher Erreger die Entzündung verursacht, kann man die Antibiotika gezielt einsetzen.

Körperliche Untersuchung

Bei der körperlichen Untersuchung wird die Schmerzempfindlichkeit im Bereich des Unterleibs untersucht.

Durch Abklopfen der Lenden und des Nierenlagers kann überprüft werden, ob die Nieren Schmerzempfindlich sind, was für eine Nierenbeckenentzündung sprechen würde.

Blut-Untersuchung

Bei einer Blutuntersuchung kann durch eine Blutsenkung festgestellt werden, wie stark die Entzündung ausgeprägt ist.

Ein Blutbild gibt Auskunft über vermehrte Leukozyten (weisse Blutkörperchen).

Ultraschall-Untersuchung

Wenn man wissen will, ob sich in der Blase Harnsteine oder andere Störfaktoren befinden, kann eine Untersuchung per Ultraschall durchgeführt werden.

Blasenspiegelung

Eine Blasenspiegelung gibt noch deutlichere Auskunft über die Beschaffenheit des Blaseninnern als eine Ultraschall-Untersuchung.

Da eine Blasenspiegelung relativ aufwändig ist, wird sie nur durchgeführt, wenn besondere Probleme im Innern der Blase vermutet werden, z.B. Tumore, Steine, Schleimhautschädigungen.

Blasenspiegelungen werden in der Regel erst nach Abklingen der Entzündungs-Beschwerden durchgeführt.

Home   -   Up