Blasenentzündung heilen: Selbsthilfe


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Gleich zu Beginn einer Blasenentzündung ist es wichtig, einige Grundregeln zu beachten.

Wenn man frühzeitig mit diesen Selbsthilfe-Massnahmen anfängt, sie konsequent durchführt und etwas Glück hat, kommt die Blasenentzündung dadurch zum Stillstand.

Wenn Entzündung schnell genug aufhört und das Befinden innerhalb von zwei bis drei Tagen wieder deutlich besser wird, kann man sich in den meisten Fällen die Einnahme von Antibiotika ersparen.

Für den Erfolg der Selbsthilfe sind vor allem die ersten vier Stunden nach Auftreten der ersten Symptome wichtig, denn in dieser Zeit entscheidet sich oft schon, ob sich die Entzündung festsetzen und ausbreiten kann oder nicht.

Wenn sich nach den ersten vier Stunden mit Selbstbehandlung keine deutliche Besserung zeigt, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Wenn man unter häufigen Blasenentzündungen leidet oder schon Blasenentzündungen mit speziellen Erregern hatte, sollte man unverzüglich zum Arzt gehen, sobald die ersten Symptome auftreten. Die Selbsthilfe-Massnahmen kann man jedoch dennoch durchführen.

Sehr viel trinken

In erster Linie sollte man sehr viel trinken.

Mit dem Urin werden nämlich die Bakterien aus der Blase gespült. Je mehr man spült, desto besser gelingt die Vertreibung der Bakterien.

Ausserdem brennt es beim Wasserlassen erheblich weniger, wenn der Urin sehr stark verdünnt ist.

In den ersten drei Stunden sollte man als Faustregel alle 20 Minuten 250 ml Flüssigkeit trinken.

Danach kann man etwas langsamer weitertrinken.

Insgesamt sollten am ersten Tag mindestens 4 Liter zusammenkommen.

In den Folgetagen kann man sich als Faustregel merken:

Mindestens 3 - 4 Liter pro Tag trinken.

Achtung!
Auf Alkohol, Kaffee, Schwarztee und saure Fruchtsäfte muss man bei einer Blasenentzündung verzichten, weil diese Getränke die Blasenschleimhaut zusätzlich reizen.

Wasser oder Blasentee trinken

Am besten trinkt man stilles Wasser (z.B. stilles Mineralwasser oder Leitungswasser) oder Blasentee.

Wasser spült Nieren und Blase ergiebig und neutral durch. Es hat keine Reizwirkung auf die Harnwege und verdünnt den Harn sehr gut.

Mit Blasentee kann man die Harnmenge steigern, wenn man nur geringe Harnmengen ausscheidet. Aber auch, wenn die ausgeschiedene Harnmenge ausreicht, kann ein Blasentee bei der Behandlung einer Blasenentzündung sehr hilfreich sein.

Als Blasentee eignen sich Fertig-Teemischungen im Teebeutel aus Apotheke, Drogerie oder Supermarkt. Man kann sich einen Blasentee auch nach eigenem Geschmack aus passenden harntreibenden Kräutern zusammenstellen.

Siehe: Blasenentzündung heilen: Heilpflanzen

Häufig Harn lassen

Damit die Durchspülung der Blase auch am anderen Ende klappt, muss man häufig Wasser lassen.

Mit jedem Toilettengang wird die Blase potentiell um etliche Krankheitserreger erleichtert.

Ausserdem sollte man die gereizte und entzündete Blase keinesfalls überdehnen, denn das würde sie noch mehr reizen.

Wenn der Harn gut verdünnt ist, brennt das Wasserlassen auch nicht so stark.

Warm halten

Sehr wichtig ist bei der Behandlung einer Blasenentzündung, dass man sich warm hält, vor allem im Bereich des Unterleibs, der Beine und der Füsse.

Ausser einer warmen Hose, sollte man sich warme Strümpfe anziehen.

Den Unterleib kann man zusätzlich mit einem breiten Wollschal umwickeln.

Sehr gut geeignet sind auch eine oder mehrere Wärmflaschen, die man sich in den Rücken, auf den Unterbauch oder zwischen die Beine legt. Man kann sich auch auf eine nicht zu stark gefüllte Wärmflasche setzen.

Ausserdem eignen sich auch verschiedene Hausmittel wie ansteigende Fussbäder, Kirschkernsäckchen oder Heublumensäckchen.

In der kalten Jahreszeit entspricht das natürliche Wärmebedürfnis in etwa den Wärme-Erfordernissen bei einer Blasenentzündung. Für die Füsse eignen sich dann dicke Wollsocken, für Beine und Unterleib Hosen in mehreren Schichten. Wichtig ist, dass man auf keinen Fall durchfriert, denn das kann die Heilung der Blasenentzündung verhindern.

An heissen Sommertagen lässt sich die Sehnsucht nach Abkühlung nur schwer mit dem Wärmebedürfnis der Blasenentzündung unter einen Hut bringen. Möglicherweise war sogar das Kühlungsbedürfnis der Auslöser für die Blasenentzündung, wenn man sich in der Nähe von Klimaanlagen oder Ventilatoren aufgehalten hat oder lange im nassen Badeanzug unterwegs war.

An solchen Hitzetagen sollte man es mit der Dicke der Bekleidung natürlich nicht übertreiben, denn ein Hitzschlag ist auch nicht sehr förderlich. Bei den meisten Betroffenen reichen dann einfache Socken, relativ leichte Hosen und nur auf Wunsch eine Wärmflasche. Ganz wichtig ist es jedoch, dass man Zugluft vermeidet und Verdunstungskälte durch Nässe. Wenn man seine Bekleidung durchgeschwitzt hat, sollte man sie wechseln und trockene Kleider anziehen.

Ergänzende Massnahmen

Mit den drei Massnahmen trinken, häufig Wasser lassen und warm halten, kommt man häufig schon ziemlich weit.

Ergänzend gibt es noch andere Massnahmen, die die Beschwerden lindern oder die Entzündung verringern können.

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