Blasenentzündung vorbeugen


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Blasenentzündungen neigen dazu, immer wieder zu kommen.

In vielen Fällen kann man es durch Vorbeugemassnahmen verhindern, dass die Blasenentzündungen erneut auftreten. Mit den gleichen Vorbeugemassnahmen kann man natürlich auch das erste Auftreten einer Blasenentzündung unwahrscheinlich machen.

Auskühlen vermeiden

Die Blase reagiert sehr empfindlich auf das Auskühlen des Unterleibs und der Füsse.

Daher sollte man darauf achten, dass man nicht zu kalt wird.

Im Winter heisst das beispielsweise dicke Wollsocken, warme Unterhosen und dicke Hosen. Ausserdem sollte man nicht zu lange unbeweglich in der Winterkälte herumstehen.

Im Sommer sollte man es mit der erfrischenden Abkühlung nicht übertreiben. Das bedeutet, dass man beim Schwimmen nicht auskühlen sollte. Auch sollte man sich nicht nassgeschwitzt kaltem Luftzug aussetzen, auch wenn es sich angenehm anfühlt.

Viel trinken

So wie sehr viel trinken bei der Heilung einer Blasenentzündung helfen kann, kann viel trinken im Alltag eine Blasenentzündung verhindern.

An normalen Tagen sollte man etwa 2 - 3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, ein grosser Teil davon sollte Wasser oder Kräutertee sein.

Das Wasser spült die Blase immer gut durch, sodass sich eventuelle Bakterien nicht festsetzen können. Auch reizt stark verdünnter Harn die Blasenschleimhäute erheblich weniger als wenn er konzentriert und sauer ist.

Wenn man immer eine schwache Blase hat, verleitet das dazu, immer möglichst wenig zu trinken, damit man nicht so oft zur Toilette muss. Damit züchtet man sich aber geradezu regelmässige Blasenentzündungen heran.

Wenn man viel trinkt, lernt die Blase nach kurzer Zeit, mehr Flüssigkeit zu fassen. Man muss dann also nicht öfter auf die Toilette als beim Wenig-Trinken.

Toilettenhygiene

Die Toilettenhygiene ist zur Vorbeugung genauso wichtig, wie bei einer akuten Blasenentzündung.

Beim Gang auf die Toilette sollte man sich unbedingt von vorne nach hinten abwischen. Nur so kann vermieden werden, dass die Bakterien aus dem Darm zur Harnröhre gewischt werden.

Wenn man zu Blasenentzündungen neigt, sollte man sich nach dem Stuhlgang die Analregion waschen.

Am besten verwendet man dazu ein Bidet. Wenn man kein Bidet hat, kann man sich den Hintern mit einem Einmal-Waschlappen abwaschen. Dazu eignen sich auch Küchenkrepp oder zur Not mehrere Lagen Toilettenpapier. Ein mehrfach verwendeter Stofflappen ist jedoch nicht geeignet.

Nach dem Toilettengang sollte man sich gründlich die Hände waschen.

Keine Vollbäder

So schön ein ausgiebiges Vollbad sein kann, so schädlich ist es leider für Menschen, die zu Blasenentzündung neigen.

Der ausgeprägte Hitzereiz wirkt sich auf die Blase ähnlich irritierend aus, wie ein starker Kältereiz.

Ausserdem werden die Schleimhäute bei langen Vollbädern aufgeweicht und neigen dann eher zu Entzündungen.

Schliesslich kommt noch hinzu, dass in dem warmen Wasser die Bakterien leicht von der Afterregion zur Harnröhre wandern können.

Wenn man unbedingt Vollbäder geniessen will, sollte man dies so selten wie möglich tun und nur fünf bis zehn Minuten lann.

Chlor-Schwimmbäder sind gefährlich

Langes Schwimmen in chlorhaltigem Wasser kann die Schleimhäute empfindlich reizen.

Sie haben dann weniger Widerstandskraft gegen Bakterien.

Wenn man gerne in Schwimmbäder geht, sollte man anschliessend gründlich duschen.

Auch Meerwasser kann die Schleimhäute reizen. Daher sollte man auch nach einem Bad im Meer gut duschen.

Beim Schwimmen sollte man auch unbedingt vermeiden, lange im nassen Badeanzug herum zu sitzen oder zu laufen. Die Feuchtigkeit des Badeanzugs kann durch die Verdunstungskälte stark auskühlen.

Hygiene beim Geschlechtsverkehr

Häufig stehen wiederkehrende Blasenentzündungen in engem Zusammenhang mit dem Geschlechtsverkehr.

Beim Geschlechtsverkehr können durch Hygienefehler Bakterien in die Harnröhre gelangen. Daher sollten sich beide Partner vor und nach dem Geschlechtsverkehr waschen. Die Frau sollte nach dem Geschlechtsverkehr Wasser lassen, um eventuelle Erreger auszuspülen.

Beim Geschlechtsverkehr ist es wichtig, Praktiken zu vermeiden, die Krankheitserreger von der Afterregion in Scheide oder Harnröhren-Gegend zu bringen.

Ausserdem ist es wichtig, die Schleimhäute nicht zu stark zu reizen, denn gereizte Schleimhäute bieten Bakterien wenig Widerstandskraft. Die empfindlichen Schleimhäute sollten daher sanft behandelt werden. Bei Bedarf kann ein Gleitgel gegen trockene Schleimhäute helfen.

Regelmässig zur Toilette gehen

Um Blasenentzündungen zu vermeiden, sollte man den Harn nicht zu lange anhalten, damit die Blase nicht zu stark gefüllt wird.

Bei einer stark gespannten Blase werden nämlich die Schleimhäute gereizt.

Ausserdem bleibt dann, wenn man endlich Wasser lässt, häufig eine gewisse Menge Restharn zurück. In diesem Restharn können die Bakterien gut wachsen.

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